Geschichte

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Zur Geschichte des FC Tiengen 08

Als in den Jahren um 1908 der Fußball aus England kommend in Deutschland seinen Einzug hielt, gründeten interessierte Tiengener Bürger am 14. Oktober 1908 im Gasthaus Deli den Fußballclub Tiengen.

Die ersten Jahre

Es wurde ein Traditionsclub, erwähnt seien vorerst nur zwei Höhepunkte aus früheren Zeiten. Zum einen die 30 - Jahrfeier 1938 mit dem Spiel Young Fellows Zürich gegen Wormatia Worms, wo sich 3000 Zuschauer am Langenstein einfanden, zum anderen der Riesenerfolg der Tiengener A-Jugend, die 1943 Badischer Jugendmeister wurde.

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Krieg entwickelte sich der FC Tiengen zu einer Fußball - Hochburg im östlichen Hochrheingebiet. Die erste Mannschaft kam über die B-Klasse in die A-Klasse (heutige Bezirksliga), in der sie 1952 Meister wurde und in die 2. Amateurliga (heutige Landesliga) aufstieg, in der sie bis 1966 ununterbrochen eine starke Rolle spielte.
Bleiben wir bei der ersten Mannschaft. In den Folgejahren gab es ein ständiges Auf und Ab im sportlichen Bereich. Dem Abstieg in die A-Klasse folgte der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Amateurliga (1967), in der die Mannschaft sich erneut fünf Jahre behauptete. Nach der Saison 1971/72 mußte der FC Tiengen erneut in den sauren Apfel des Abstiegs beissen, ehe 1975 der Wiederaufstieg in die 2. Amateurliga gelang.

Tiefpunkt: Abstieg in Bezirksliga & in die Kreisliga A

Erneut dauerte das Gastspiel in der Landesliga nur drei Jahre, denn 1978 war der Abstieg in die A-Klasse, die inzwischen Bezirksliga hieß, nicht mehr zu verhindern. Es folgten sechs Jahre im Bezirksoberhaus, meist mit vorderen Platzierungen, doch just nach dem 75-jährigen Jubiläum folgte 1984 der sportliche Tiefpunkt mit dem Abstieg in die Kreisliga A.

Wiederaufstieg

Bezeichnend für die gute Moral und den gesunden Geist in Mannschaft und Verein ist jedoch die Tatsache, daß schon ein Jahr später dieser "Betriebsunfall" mit dem Meistertitel und dem damit verbundenen Wiederaufstieg in das Bezirksoberhaus repariert war. Nach fünf Jahren Bezirksliga (1985-90) gelang der Wiederaufstieg in die Landesliga. Nur ein Jahr hielt sich die Mannschaft dort, dann ging es wieder zurück in die Bezirksliga und ein Jahr später - erfolgte abermals der Aufstieg in die Landesliga. Erneut drei Jahre, exakt bis 1995, hielt sich der FC Tiengen, dann erwischte es ihn als 14. der Tabelle und es folgten bis 1998 wieder drei Jahre in der Bezirksliga. Im Jahre 1998 stieg die erste Mannschaft als Tabellenzweiter einmal mehr auf und schaffte trotz vieler Spielerabgänge (13!) im Spieljahr 1998/99 den Klassenerhalt in der Landesliga, Staffel 2 und spielt jetzt im zehnten Jahr in dieser Klasse.

Jugendarbeit

Stolz ist man beim FC Tiengen auf die Jugendarbeit, denn Erfolge im Nachwuchsbereich haben bei ihm Tradition. Mehrmals spielte in den 50er und 60er Jahren die A-Jugend vom FC Tiengen um die Südbadische Meisterschaft und sie war während vieler Jahre in den höchsten Jugendspielklassen vertreten.
Wie in vielen anderen gegenden des Bezirks waren wir einige Zeit gezwungen, mit Nachbarvereinen Spielgemeinschaften einzugehen. Die längste und erfolgreichste bildeten wir mit dem SC Lauchringen mit den Mannschaften der A- und B-Jugenden.
Nach deren Auflösung im Jahr 2008 ging es mit den nun unabhängigen Mannshcfaten steil bergauf. Nur 3 Jahre brauchte die B-Jugend um in die neue Landesliga aufzusteigen. Nach allerding zwei Jahren (und einem beinaheausftieg in die Verbandsliga) stieg sie wieder in die Bezirksliga ab.
Nur ein Jahr mehr benötigte unsrer A-Jugend für den Ausftieg in die Landesliga. Dort spielt sie auch heute noch.

Freundschaft mit Courtenay

Mit Ferdinand Lüber kam 1963 ein Schriftführer, der später als Geschäftsführer viele Jahre den FC Tiengen prägte. Er gilt als Vater und Gründer der Partnerschaft mit den französischen Freunden aus Courtenay. Eine Partnerschaft, die sich weiterentwickelte und fester Bestandteil im Vereinsleben des FC Tiengen ist. Mehr zur Freundschaft mit Courtenay erfahren Sie im entsprechenden Unterpunkt auf der rechten Seite.

Herbert Schwarz - Ewald Maier - Dieter Hart

Ein großes Kapitel FC - Geschichte schrieben unter anderem auch die Vorsitzenden Herbert Schwarz, Ewald Maier und Dieter Hart, in deren Amtszeit der FC Tiengen durch große bauliche Maßnahmen die Weichen dafür gestellt wurden, daß die äußeren Bedingungen für Tiengens Fußballer einen optimalen Stand erreichten.
Schon 1957 sorgte der damalige erste Vorsitzende Gustav Kiechle für den Bau einer Tribüne mit Umkleide- und Sanitärräumen. Herbert Schwarz war 1967 als Vorsitzender für den Bau eines Vereinsheimes mit Wirtschaftsbetrieb verantwortlich und Ewald Maier engagierte sich 1970 dafür, daß der Trainingsplatz zum Hartplatz umfunktioniert wurde.

Bau des neuen Langensteinstadions

Im Mai 1986 übernahm der ehemalige Aktivspieler und Trainer Dieter Hart das Vereinsschiff. Eine neue Herausforderung kam auf die Mitglieder und Führungskräfte des FC 08 zu, da die Stadt ein neues Sportstadion im Schulzentrum plante. Der FC 08 Tiengen mit Dieter Hart, Ewald Maier, Herbert Schwarz, Karl Rammelmaier, Rolf Weissenberger und Hermann Bodmer haben zusammen mit dem Sportausschußvorsitzenden und Stadtrat Wolfgang Hörr den Grundstein dafür gelegt, daß dieses Projekt in Angriff genommen werden konnte.
Mit dem Stadion-Neubau und dem Wechsel auf die andere Wutachseite wurde auch der Bau eines neuen Vereinsheimes notwendig. Erneut war das Engagement der FC - Verantwortlichen gefragt, was schließlich zu einer Bleibe führte, die auch noch den Ansprüchen weit in dieses Jahrtausend gerecht wird.

Sturkturänderungen in der Vorstandschaft

Größe und Umfang des Vereins, dem mittlerweile auch eine Damenabteilung angegliedert wurde, machten neue Strukturen notwendig. Deshalb gab sich deshalb der FC Tiengen eine neue Satzung mit dem Ziel, den vermehrt aufkommenden Verwaltungsaufwand neu zu organisieren.
Edwin Koller wurde erster FC 08 Präsident, Volkmar Baschnagel wurde zum Geschäftsführer bestellt. Dazu wurden die Arbeitsgebiete in die vier Abteilungen Sport, Jugend, Finanzen und Organisation aufgeteilt. Die Alte Herren wie die Jugendabteilung fungieren als selbstständige Gruppen im Verein. Der Freundeskreis zur Unterstützung der Aktivmannschaften und das Partnerschaftskomitee Courtenay arbeiten ebenfalls in eigener Regie.