In Ansätzen besser

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Spieldatum: 
Mittwoch, 15. Oktober 2014
Mannschaft: 
E2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 E2
Gastmannschaft: 
SG Luttingen E3
Spielbericht: 

Niederlagen verursachen manchmal einen AHA-Effekt und ein Aufbäumen. Und manchmal folgt einfach eine gewisse Verunsicherung. Letzteres scheint am Schluss für die E2 zu gelten, bei der es zum Ende gegen Luttingen 1:4 stand.

Verunsicherung insofern, als dass über das ganze Spiel der konsequente Druck gegen den Ball und gegen den Gegner fehlte, so dass dieser zu viele Freiheiten hatte. Immer wieder ließ sich die Mannschaft auch schon in der ersten Hälfte das Heft aus der Hand nehmen und wartete eher auf Konter gegen die anstürmenden Luttinger. Immerhin lief es dabei in Ansätzen besser in der Abwehr. Viele Bälle konnten abgewehrt werden, bis letztendlich durch einen sehenswerten Heber in der 11. Minute doch das 0:1 für Luttingen fiel.

Danach schien der Weckruf angekommen zu sein. Das Spiel nach vorne wurde konsequenter durchgezogen, Anspielstationen über außen gesucht und auch immer mal wieder gefunden. Aber auch Luttingen versuchte immer wieder ihr Glück und deren Druck war so groß, dass neben der Abwehr auch das Mittelfeld nie wirklich in die gegnerische Abwehr vordringen konnte. In der 21. Minute gelang ein Konter über wenige Stationen aber so gut, dass Pascal Schiller aus spitzem Winkel abziehen und das Tor von rechts außen erzielen konnte. Konnte das die Wende im Spiel sein?

Leider dann doch nicht. Unverständlicherweise passten sich Henri Dold und Mustafa Cevik nur eine Minute später auf kurzer Distanz im eigenen Sechzehner zwei Mal den Ball quer zum Tor zu. Diese Einladung ließen sich die Luttinger nicht entgehen und konnten den Ball durch Gegendruck erobern. Das Resultat war das 1:2 aus Tiengener Sicht, was auch gleichzeitig der Pausenstand war.

Wo die Zuordnung und Sicherheit in der ersten Halbzeit in der Abwehr noch gut geklappt hatte, da gab es dann aber in der zweiten Halbzeit immer wieder Lücken, die die Luttinger zwar zum Endstand von 1:4 nutzen konnten, dabei aber auch immer wieder fahrlässig mit den Chancen umgingen, so dass es auch durchaus höher hätte ausgehen können. Genauso fahrlässig war aber auch die Offensivabteilung der E2. Einmal Pfosten, ein paar schwächere Schüsse und ein gut aufgelegter Torhüter der Luttinger verhinderten Anschluss- oder Ausgleichstreffer.

Es bleibt einiges an Arbeit zu tun. Das Zweikampfverhalten wird in den kommenden Trainingseinheiten bis zum Spiel in Hohentengen ein Thema sein. Und Trainer Bernd Glasstetter und Co-Trainerin Jacqueline Hesse diskutieren derzeit einen Umbau der Abwehr, um die Stabilitätsprobleme der zweiten Hälfte in den Griff zu bekommen.

Das Wetter indes war gnädig. Ein Gewitter kam so spät an, dass der Abbau noch durchgeführt werden konnte. Allerdings hatten alle Beteiligten zum Ende hin immer wieder besorgt auf die Uhren geschaut.