D2 besiegt Grasshoppers Zürich

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D2 besiegt Grasshoppers Zürich
Spieldatum: 
Sonntag, 29. Januar 2017
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
Verschiedene Mannschaften
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Hach ja, die D2. Sie ist eine Mannschaft, die manchmal zwischen Genie und Wahnsinn hin und her schwankt. Und das zeigte sich einmal mehr beim Turnier in Neftenbach. Denn eigentlich war die Mannschaft immer gut bei der Musik dabei, erspielte sich Chancen, hielt gut mit und war dennoch bei drei Spielen der Gruppenphase am Ende unterlegen.

Los ging es gegen den FC Urdorf. Zunächst war die D2 die bessere Mannschaft, beherrschte das Spiel. Dann aber gelang Urdorf durch einen Glückstreffer das 0:1 und die Köpfe begannen zu hängen. Und wenn man schon Pech am Hacken hat, dann schlägt es weiter zu. Ein Lupfer fand seinen Weg ins 5*2-Meter-Tor, das diesmal von Ismet Gersdorf gehütet wurde. Denn sowohl Joao Pedro Martins, als auch Edgar Da Silva waren verhindert, der eine krank, der andere privat verhindert, fehlten diesmal. Und Ismet hatte sich bereit erklärt einzuspringen. Am Ende stand es etwas zu hoch 0:4, was nicht ganz dem Verlauf der Partie entsprach.

Gegen Oberwinterthur lief es genauso wahnsinnig. Lange wurde die Partie offen gehalten, Chancen waren vorhanden und doch machte der Kopf nach dem 0:1 einfach nicht mit und am Ende traf auch Oberwinterthur etwas zu oft zum 0:5.

Dann kam Männedorf. Und auf einmal wurde aus Wahnsinn Genie. Männedorf wurde über die volle Länge des Spiels beherrscht und zwei Mal ließ Tim Kühnert sein ureigenes Genie aufblitzen, als er Mustafa Cevik in der 2. und in der 6. Minute kongenial bediente und damit den ersten Sieg im Turnier ermöglichte.

Und dann kam das Spiel gegen FC Bauma und erneut lief es, wie in den ersten zwei Spielen. Anfang hopp und Schluss nunja... ausbaubar. Die D2 kämpfte dabei immer. Hatte immer Anteil am Spiel und Chancen, aber traf dieses vermaledeite Tor nicht. Und am Ende machte Bauna auch wieder mit 5 Toren das Rennen.

Vor dem letzten Spiel dann die große Furcht: Irgendwie war es der D2 in den letzten Turnieren nur einmal gelungen mehr als einen Sieg einzufahren. Sollte es gegen die Mädchen von den Grasshoppers Zürich etwa eine Niederlage hageln? Die hatten aber bisher keinen einzigen Punkt geholt, kein einziges Mal das Tor getroffen. Und dann, zwei Minuten waren vergangen, stand es 0:1. Doch die Angst beflügelte die D2. Der Ausgleich wurde nur eine Minute später von Elias Di Lorenzo nach Vorlage von Mustafa Cevik erzielt. Zwei Minuten später lief es genau anders herum. Und beim 3:1 war es wieder Mustafa, der Elias die Vorlage lieferte. Die Krönung war dann das 4:1 von Elias, der von Kevin Sirigu bedient worden war.

Jetzt kann man sagen: Na und? Gegen Mädchen zu gewinnen ist keine Kunst. Aber zum Einen reden wir von der Frauenabteilung eines Erstligisten der Schweiz. Zum Anderen waren die Mädchen beinhart ins Duell gegangen. An Körperlichkeit hatte es also sicher nicht gefehlt. Nicht etwa der D2 wurden Fouls angekreidet, sondern den Mädchen. Und auch die Mädchen hatten so einige Chancen, trafen nur nicht und waren technisch dennoch mindestens gleichwertig.

Mit zwei Siegen war dann am Ende Platz 8 herausgesprungen. Die fixe Idee, dass nach einem einzigen Gegentor die Welt untergeht und man den Kopf in den Sand stecken sollte, die muss der D2 ausgetrieben werden. Die Spieler können ja auch gewinnen, sie können gut Fußball spielen. Aber wenn es Kopfsache ist, dann ist Fingerspitzengefühl ganz wichtig. Da wird es auf einige Gespräche ankommen. Und vielleicht hilft auch das Gefühl gegen einen namhaften Verein gewonnen zu haben. Und dabei ist es nebensächlich, dass es Mädchen waren.



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