Das Hoch und das Tief der D2

Druckversion
Spieldatum: 
Samstag, 14. Januar 2017
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
Verschiedene Mannschaften
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Beim Turnier in Laufenburg lief es wahrlich nicht gut für die D2. Mit 0:17 gegen den SC Freiburg (ja, kein Tippfehler), 0:5 gegen den SC Lahr und 1:6 gegen den FC Frick wurden Ergebnisse eingefahren, die einfach nicht beschönigend beschrieben werden können. Dabei hatte sich die Mannschaft bemüht, aber insbesondere gegen den SC Freiburg einfach keinen Stich, da dieser in einer ganz anderen Sphäre spielte. Lahr war als Bezirksligist auch viel zu stark. Zwar waren Anfangs zwei Chancen herausgespielt worden und wenn die wohl reingegangen wären, hätte das Ergebnis anders aussehen können. Aber es schlug hier die alte Fußballerweisheit zu: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein. Nur gegen den FC Frick gelang ein Treffer von Tim Kühnert, der von Mustafa Cevik bedient worden war. Gekämpft wurde immer, die Moral war gut. Alleine es fehlten einfach die Mittel, um hier zu bestehen.

Freilich muss durchaus die Frage gestellt werden, warum ausgerechnet die schwächere Mannschaft zu den „Dickschiffen“ eingeteilt wurde. Die Niederlagen waren da vorprogrammiert. Da in Laufenburg mit vier Gruppen und einem Viertelfinale gespielt wurde, wäre eine Gruppe mit ausschließlich gleichstarken bzw. schwachen Mannschaften durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, so dass derart demotivierende Ergebnisse nicht notwendig gewesen wären. Möglich wäre es gewesen, da die D1 mit zwei Mannschaften in deutlich schwächeren Gruppen eingeteilt gewesen war.

Anders lief es für den zweiten Teil der D2 in Lauchringen, die Anfangs von Co-Trainer Marcel Gersdorf und Kevin Mamaj gecoached wurde. Denn das Turnier in Laufenburg überschnitt sich etwas mit dem in Lauchringen. Der Teil der D2 startete in das sehr viel ausgeglichenere Turnier mit einem 2:0 Sieg gegen Dogern. Torschützen: Elias Di Lorenzo nach Vorarbeit von Ismet Gersdorf und dann durfte sich auch Ismet über einen  Treffer freuen.

Gegen den späteren Turniersieger SV Fützen sah es zunächst sehr gut aus, denn die D2 ging mit 2:0 in Führung. Erneut war es Elias Di Lorenzo nach Vorabeit von Ismet Gersdorf, der den ersten Treffer erzielen konnte. Und dann war es Amr Younes, der nach Vorlage von Amin Mulic das 2:0 erzielte. Aber dann wollte die Mannschaft zu viel, stürmte nur noch und vernachlässigte die Abwehrarbeit. Das nutzte Fützen und gewann am Ende mit 4:2.

In der Zwischenzeit war Trainer Bernd Glasstetter aus Laufenburg angekommen. Co-Trainer Marcel Gersdorf gab weiterhin die Aufstellung vor und zusammen wurde die Mannschaft gecoached. Gemeinsam sagen sie dann das Spiel gegen Lottstetten. Die Niederlage zuvor hatte die Mannschaft offenbar etwas verunsichert und sie begann nervöse gegen den bisher sieglosen Gegner. Der ging dann auch mit 2:0 in Führung und es gelang nur noch der Anschlusstreffer von Ismet Gersdorf nach Vorarbeit von Elias Di Lorenzo.

War nun noch an ein Weiterkommen zu Denken? Erstaunlicherweise: Ja. Rein rechnerisch war noch alles drin, es mussten „nur“ die beiden ausstehenden Spiele gewonnen werden. Gegen Lauchringen 2 waren in dieser Saison schon einige Siege gelungen und diesmal war es zwei Mal Amin Mulic, der nach Vorlagen von Elias Di Lorenzo und Ismet Gersdorf für den 2:0-Sieg sorgte.

Gegen Wutöschingen 2 war es Amr Younes, der für den ersten Treffer nach Vorlage von Ismet Gersdorf sorgte. Und dann war es Ismet Gersdorf, der für den 2:0-Endstand sorgte. Die Gefühle waren auf einem Höhenflug, aber noch musste gezittert werden. Denn Fützen musste gegen Dogern gewinnen, damit der zweite Platz in der Gruppe erhalten blieb. Und das war dann auch der Fall. Die D2 stand im Halbfinale.

Im Halbfinale ging es gegen Wutöschingen. Es war ein Spiel mit offenem Visier auf beiden Seiten. Jede Mannschaft hatte ihre Chancen, beide Mannschaften waren gleichwertig. Und im Prinzip hätte nur das Glück über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Das hielt sich aber zunächst vornehm zurück und das Resultat war ein 0:0-Unentschieden. Es musste ins Strafstoßschießen gehen. Schnell waren die Schützen gefunden. Aber während Wutöschingen traf, vergaben Ismet Gersdorf (in die Arme des Torhüters), Elias Di Lorenzo (Innenpfosten und dann wieder raus) und Amr Younes (in die Arme des Torhüters) leider. Und so hatte das Glück sich am Ende für die andere Seite entschieden.

Im kleinen Finale ging es dann gegen das Aare-Rhye Team. Die hatte ihre stärkeren Spieler in Laufenburg gehabt und waren auch nur als Zweitplatzierter ihrer Gruppe weiter gekommen. Aber die Enttäuschung über das vergebene Strafstoß-Schießen war in den Knochen verblieben und am Ende musste sich die D2 mit 0:2 geschlagen geben. Wobei die D2 nicht etwa schlechter war. Es fehlte nun einfach der letzte kleine Antrieb, um das gute Spiel aus dem Halbfinale zu wiederholen.

Und so fand das Wochenende immerhin ein versöhnliches Ende. Platz 4 von 12 Mannschaften, das zeigt die wahre Leistungsstärke der D2. Wenn die Mannschaft gegen Gegner aus der Liga-Nachbarschaft antritt, kann sie eben auch in Turnieren weiter kommen. Wobei sich Neuzugang Ismet Gersdorf mit drei Toren und vier Assists eindrucksvoll für die Zwischenrunde der HBM am kommenden Wochenende empfohlen hat.

Galeriebilder: