Dritter Platz in Altenburg

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Dritter Platz in Altenburg
Spieldatum: 
Samstag, 3. Juni 2017
Mannschaft: 
D1
D2
E1
Heimmannschaft: 
Verschiedene Mannschaften
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Pfingsten. Viele fahren weg, manche sind da. Aber es war diesmal extrem schwierig für die D2 eine Mannschaft für das Turnier in Altenburg zu stellen. Nach und nach sagte die komplette Abwehr ab. Insbesondere hier mussten dann E1-Spieler nach nominiert werden. Dann fiel auch noch Torhüter Joao Pedro Martins aus, weil er sich am Tag zuvor in der Schule verletzt hatte. Durch Zufall hatten Nori Bächle und Serhat Kahraman aus der D1 mit Elias Di Lorenzo privat zusammen übernachtet, hatten Lust und Zeit und Serhat stand dann die meiste Zeit im Kasten. Vier E1-Spieler, zwei D1-Spieler und sieben D2-Spieler stellten dann die bunte Mischung, die in Altenburg antrat.

Doch zunächst war chillen angesagt. Eigentlich sollte das Turnier um 15:44 Uhr losgehen. Als die E-Jugend da aber immer noch spielte wurde sich erkundigt, und die Turnierleitung teilte eine Verspätung von einer Stunde mit. Daraus wurden am Schluss fast 1 Stunde und 50 Minuten! Trainer Bernd Glasstetter hatte eine Decke fürs Schwimmbad dabei, auf der immer mal wieder jemand lag und entspannte. Eine Hüpfburg und ein paar herumstehende Tore sorgten für Abwechslung. Und der eine oder andere aß etwas beim Catering.

Die bunte Mischung startet dann furios, ging gegen Altenburg nach drei Minuten in Führung, die durch Mustafa Cevik nach Vorarbeit von Nori Bächle erzielt wurde. Amin Mulic bedankte sich zwei Minuten später auch für die Hereingabe von Nori und schoss das 2:0. Eine Minute später war es Nori selbst, der für die Vorentscheidung sorgte. Nun wurden andere Spieler eingewechselt. Der Zug zum Tor war nicht mehr so stark, Altenburg hatte etwas mehr Platz, und erzielte mit einem Billardtor in der 9. Minute noch den Anschluss.

Der Start war gelungen und gegen FC Kickers Luzern war die Mannschaft ähnlich kompetitiv unterwegs. Alleine das Tor wollte leer bleiben. Chancen waren da, aber es blieb beim 0:0. Ein Sieg wäre verdient gewesen.

Der FSV Waiblingen war mit ganz hohem Aufwand angereist. 190 Kilometer Distanz, ein eigenes Zelt mit zusammenklappbaren Sitzen für die Spieler war mitgebracht worden. Waiblingen war im dritten Spiel keineswegs spielbestimmend. Denn die Tiengener Mannschaft hielt gut dagegen, das Spiel war lange Zeit sehr offen. Nach dem 0:1 durch Waiblingen lag lange Zeit eher der Ausgleich in der Luft. Kevin Sirigu hatte auch eine gute Chance auf dem rechten Fuß, entschied sich dann aber nicht für den Schuss, legte quer und leider in den Rücken von Mustafa Cevik. Wenn hier der Ausgleich gefallen wäre, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Aber Waiblingen nutzte dann eiskalt eine Konterchance zum 2:0-Siegtreffer. Gegen so eine uneingespielte und zusammengewürfelte Truppe, wie unsere D2-E1-D1, war das aber erstaunlich wenig.

Dann ging es gegen die Niederamt Selection. Und erneut war die Tiengener Mannschaft die bessere Mannschaft, hatte Chancen, hatte aber auch ein wenig Glück auf der anderen Seite. Und das Tor blieb wieder leer, 0:0 war erneut das Ergebnis.

Zwischenzeitlich war das Team Effretikon abgereist. Wie zu vernehmen war, wegen Differenzen mit der Turnierleitung. Effretikon hatte gegen Waiblingen gewonnen, gegen Niederamt Unentschieden gespielt. Tiengen bekam das letzte Spiel mit 3:0 gut geschrieben. Dann aber entschied die Turnierleitung alle Spiele von Effretikon 0:3 gegen sie zu werten. Und dadurch wurde es in der Tabelle noch einmal sehr spannend. Denn Tiengen lag mit Niederamt gleich auf. Kickers Luzern hätte bei einem Sieg gegen Altenburg noch vorbei ziehen können.

Nötig für ein Weiterkommen waren ein Sieg von Waiblingen mit mindestens 1:0 gegen Niederamt selbst. Und entweder ein Unentschieden oder ein Sieg von Altenburg gegen Kickers Luzern. Waiblingen siegte in der Tat mit 1:0. Nun herrschte Gleichstand mit Punkten und Tordifferenz für Tiengen und Niederamt. Tiengen hatte aber mehr selbst geschossene Tore und war damit vor Niederamt. Und Altenburg gewann in der Tat 2:0 gegen Kickers Luzern. Tiengen war im Halbfinale.

Dort ging es dann gegen FC Rafzerfeld. Zwischenzeitlich hatte es angefangen zu regnen. Rafzerfeld ging mit 0:1 in Führung, Amin Mulic konnte nach Vorarbeit von Nori Bächle den Ausgleich erzielen. Dann wurde Elias Di Lorenzo (der im Tor im Halbfinale stand) der Ball aus der Hand geschlagen und es wurde ein Tor erzielt, das auch gegeben wurde. Wäre dies der alleinige Siegtreffer geblieben, wäre es ärgerlich gewesen, denn der Treffer hätte nicht zählen dürfen. Aber eine Bogenlampe fand über den Kopf von Elias den Weg ins Tor und so endete das Halbfinale zugunsten von Rafzerfeld mit 1:3. Schade, denn Rafzerfeld war nicht drückend überlegen, die Mannschaften standen sich gleichwertig gegenüber. Es fehlte einfach das gewisse Quentchen Glück.

Inzwischen goss es in Strömen. FV Olympia Laupheim hatte auf der anderen Seite das andere Halbfinale mit 1:2 gegen Waiblingen verloren. Im Spiel um den dritten Platz konnte ein spannendes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften erlebt werden. Diesmal war es die Tiengener Mannschaft, die mehr Glück hatte und früh in Führung gehen konnte. Und die wurde gut bis zum Schluss verteidigt. Das 2:0 lag hier etwas mehr in der Luft, als das 1:1. Aber Laupheim war ein Gegner, der alle noch einmal stark forderte.

Es ist ganz schwierig zu beurteilen, was die komplette Mannschaft der D2 hätte erreichen können. Die Routine im Zusammenspiel der Offensive hätte durchaus für einen ähnlichen Erfolg sorgen können. Die Standard-Defensive hätte wohl kaum weniger Tore zugelassen. Aber im Reich der Spekulation wollen wir uns nicht weiter bewegen. Alle haben ihr Bestes gegeben. Es hat Spaß gemacht.

Es gab aber eine Position, die einfach fehlte: Der Mittelstürmer, der einfach mal die Tore hätte machen können. Zu viele Chancen wurden vergeben. Die Spiele waren so knapp, dass ein Tor mehr oder weniger durchaus einen Unterschied hätte machen können.

Ein wenig unterkühlt, durchnässt, aber mit einem Pokal ging es dann mit gut zwei Stunden Verspätung nach Hause. Der Plan das Champions League-Finale gemeinsam im Vereinsheim anzusehen, scheiterte leider an der Verspätung des Turniers. Die ersten zwei Tore zum 1:1 zwischen Real Madrid und Juventus Turin konnten noch in Altenburg auf einer Leinwand im Festzelt angesehen werden. Dann ging es aber durch den Regen nach Hause. Jetzt ist erst einmal Pause angesagt bis zum 24.6., wenn die D2 in Bergalingen wieder ein Turnier spielt. Hoffentlich diesmal in Standardbesetzung.

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