Gnadenlos gut gespielt

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Gnadenlos gut gespielt
Spieldatum: 
Mittwoch, 30. September 2015
Mannschaft: 
E1
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 E1
Gastmannschaft: 
SV Gurtweil E1
Spielbericht: 

16:1 war das Ergebnis der E2 in der vergangenen Woche. Das ist schon ein Ergebnis, das nur ganz schwer zu erreichen ist in 50 Minuten E-Jugend-Spielzeit. Ein Ziel konnte erst einmal sein zu Null zu spielen. Das Andere: Mehr Tore zu schießen. Beides konnte die E1 hinbekommen. Mit 18:0 wurden zwei Tore mehr geschossen und eines weniger gefangen.

Doch der Reihe nach. Eines sollte man zunächst nicht vergessen: Viele Spieler der E1 spielen inzwischen das zweite, mit Noah Wagner sogar das dritte Jahr in der E-Jugend. Wenn dann so eine Mannschaft, die zu großen Teilen bereits mit Titeln dekoriert wurde, auf eine Mannschaft trifft, die ihre erste E-Jugendsaison spielt, dann ist es für Letztere schon einmal verdammt schwer.

Es würde sicher nicht passend sein, wenn man Noah Wagner die vollen Lorbeeren überreichen würde. Aber er war sicher herausragend und mit neun Toren zur Hälfte an dem hohen Ergebnis beteiligt. Zudem lieferte er viele Vorlagen für die anderen Tore. Darüber hinaus war die Mannschaftsleistung insgesamt beeindruckend. Druckvolles Spiel, meistens sichere Abwehrarbeit und sichere Pässe waren der andere Faktor und hier hatten alle Spieler ihren Anteil. Selbst die beiden 2006er Niklas Leichenauer und Erijon Duga passten sich hier kongenial ein.

Neben Noah konnten sich Mustafa Cevik mit drei Toren, Danil Rose mit ebenfalls drei Toren (direkt hintereinander in einem glasklaren Hattrick erzielt), Berkay Adakli, Erijon Duga und Torhüter Janik Streule mit jeweils einem Tor auszeichnen. Wobei Janik Streules Tor zum 18:0 freilich reichlich frech nach einer Ecke erzielt wurde. Aber wenn man schon 17:0 vorne liegt, kann man auch das Risiko eines Gegentreffers eingehen.

Wo ist nun aber der Unterschied zwischen der E1 und der E2? Ganz sicher in der besseren Ausnutzung des Feldes und dessen Breite. Und in der spielerischen Varianz. Während viele Angriffe bei der E2 über dieselben Stationen gehen, geht es bei der E1 mal über rechts, mal über links, dann wieder durch die Mitte. Es ist nicht nur gefühlt, sondern auch sichtbar ein großer Unterschied vorhanden.

Aber das deutliche Ergebnis sollte auch nicht darüber hinweg täuschen, dass Gurtweil nicht ganz chancenlos war. Ab und zu konnte sich die Mannschaft aus der Umklammerung lösen und hatte Chancen. Dies passierte immer dann, wenn Konter angesetzt werden konnten. Da die E1 fast ausnahmslos auf Angriff gepolt war, war die Abwehr eben auch mal überspielbar. Alleine: Die Chancen konnten nicht genutzt werden. Mit ein bisschen Glück wären vielleicht ein, zwei Ehrentreffer möglich gewesen. Die Gurtweiler werden sicher im kommenden Jahr zu den Mannschaften gehören, die dann auch vorne mitspielen können. Und es wäre spannend zu sehen, wie sie sich wohl gegen die E2 von Tiengen behaupten könnten.

Eine Frage hat sich Schiedsrichter Bernd Glasstetter aber am Ende schon stellen müssen: Ob die Spieler der E1 und E2 irgendwie etwas gegen ihn haben. Denn bisher mussten bei Heimspielen immer sehr viele Torschützen eingetragen werden. Wink

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Videos: 
Die E1 beim Aufwärmen
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