Hart im Liga-Alltag gelandet

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Hart im Liga-Alltag gelandet
Spieldatum: 
Freitag, 2. Oktober 2015
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
SG Steina-Schlüchttal D2
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Es gibt Spiele, die machen einfach keinen Spaß. Und als solches wird dieses bei den Spielern der D2 in Erinnerung bleiben. Dabei sah es nach der ersten Halbzeit noch nicht so schlecht aus. Steina-Schlüchttal war zwar schnell nach fünf Minuten in Führung gegangen und hatte diese in der 13. Minute ausgebaut. Aber die D2 war nicht chancenlos und konnte immer mal wieder für Konter sorgen. Aber es war schon da eine deutliche Härte im Spiel, die nach dem Anschlusstreffer in der 25. Minute durch ein herrliches Solo von Anton Reiner noch mehr wurde. Beinahe wäre sogar der Ausgleich gefallen, als Pascal Schiller von Anton Reiner herrlich durch einen weiten Pass in die Spitze in Szene gesetzt wurde, aber dann knapp am Tor vorbei schob.

In der Pause war die Stimmung entsprechend aufgebracht, auch weil Emre Cevik ein blaues Auge davon getragen hatte. Ob soviel körperliche Härte wirklich in ein D-Jugend-Spiel gehört, ist durchaus eine berechtigte Frage. Zumal es bei der D2 um deutlich weniger geht, wo es doch die unterste Klasse ist, in der gespielt wird.

Trainer Bernd Glasstetter versuchte durch eine defensivere Einstellung mit einer Viererkette hinten den Rückstand zu halten, und auf Konter zu setzen. Aber leider traf Steina-Schlüchttal nur fünf Minuten nach dem Anpfiff erneut. Als drei Minuten später das 4:1 für Steina-Schlüchttal fiel, war sichtbar und spürbar, dass diese Strategie nicht aufging. Zwar versuchte die Mannschaft weiterhin Konter zu fahren, ließ aber nun die Abwehrarbeit zu sehr liegen und folgerichtig fielen drei weitere Tore. Das Spiel war damit endgültig entschieden.

Wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel war, dass die Abwehr noch lernen muss, was es heißt auf Abseits zu spielen. Immer wieder stimmte die Abstimmung hinten nicht, so dass da Abseits mehrfach aufgehoben wurde. Die Überbrückung des Mittelfeldes klappte zwar besser, aber den Spielern war auch anzumerken, dass ihnen das frühe Stören des Gegners nicht behagte. Und über die Flügel lief viel zu wenig. Sicherlich wären ein, zwei weitere Tore möglich gewesen und ganz sicher hatten Schlüsselspieler wie Christian Nissan im Sturm gefehlt. Aber die neue D2 muss einfach noch viel lernen. Vor allem mit der Härte des Gegners umzugehen.

Im Bus auf der Heimfahrt indes war die Stimmung trotz Niederlage gut. Denn in einem waren sich alle einig: Es gab eine Widrigkeit, der die Spieler wohl nicht mehr begegnen werden. Und darüber waren alle froh.

Am 10.10. geht es - vielleicht schon auf dem Kunstrasen - gegen Rot Weiß Weilheim. Dann hoffentlich mit dem vollständigen Sturm und dem einen oder anderen Spieler, die diesmal fehlten.

Videos: 
Die D2 beim Aufwärmen
Galeriebilder: