Mehr Krampf als sonst etwas

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Mehr Krampf als sonst etwas
Spieldatum: 
Samstag, 10. Oktober 2015
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Gastmannschaft: 
FC RW Weilheim D1
Spielbericht: 

Die D2 erlebte beim ersten Heimspiel und dem ersten Spiel auf dem neuen Kunstrasen ein Waterloo. Ein Waterloo, das vor allem auf den fehlenden spielerischen und kämpferischen Mitteln beruhte. Die D-Jugend von Weilheim war gnadenlos überlegen, weil die Tiengener Spieler weder konsequent in Zweikämpfe reingegangen sind, noch schnell genug Bälle abgespielt haben. So einfach und prägnant muss man dieses Spiel zusammenfassen.

Anfangs lief es sogar noch relativ gut. Auch wenn in der vierten und achten Minute die ersten beiden Gegentreffer gefallen waren. Danach hatte sich die D2 noch gefangen, spielte auch mutig nach vorne und wurde in der 13. Minute mit einem sehenswerten Kopfballtor von Amin Mulic nach einer Ecke zum Anschlußtreffer belohnt. Zwei weitere gute Chancen wurden dadurch versiebt, dass sich die Spieler unter der ankommenden Flanke wegduckten! Das ging auch noch bis zur 18. Minute so weiter, als das 1:3 fiel. Danach begann alles auseinander zu fallen. Die Abwehr schaute mehr oder weniger nur zu, wenn die Weilheimer wieder mit Tempo aufs Tor zuliefen. Und es war alleine Torhüter Luca Schmutz zu verdanken, der  in etlichen 1 gegen 1-Situationen rettete, dass die D2 zur Pause noch nicht zweistellig zurück lag.

In der zweiten Halbzeit funktionierte die dann umgestellte Abwehr erst einmal besser. Zehn Minuten lang fiel nur ein Gegentreffer und die Weilheimer konnten nicht mehr so einfach durchdringen. Danach ging das große Zusehen aber wieder los. Der Kampfeswillen - so er denn da war - war endgültig gebrochen und es hätte locker auch eine zwei vor dem Ergebnis stehen können, wenn Luca Schmutz  nicht weitere Heldentaten vollbracht hätte.

Sicherlich sollte man fairerweise sagen, dass Weilheim nur eine D-Jugend hat und diese entsprechend gut besetzt ist. Zwei Spieler ragten vor allem heraus. Aber die D2 machte es ihnen auch zu einfach. Man muss eben auch mal angreifen und nicht nur zusehen, wie die Pässe gespielt oder wie man ausgekurvt wird. Sicherlich ist es nicht einfach zu verkraften, dass gleich zwei Defensivkräfte die Mannschaft verlassen haben. Uwn Ullah (der umzieht) und Henri Dold (der bereits umgezogen ist) wurden nach dem Spiel verabschiedet. Sie hätten vielleicht einen Unterschied gegen die schnellen Spieler von Weilheim machen können.

Es werden bessere Zeiten und langsamere Mannschaften kommen, gegen die auch wirklich etwas zu holen ist. Die D2 wird aber absehbar bis mindestens zur Winterpause nicht vorne mitspielen können. Ob das im Frühjahr besser werden wird? Nur wenn sich auch die Einstellung bei manchen Spielern ändert, insbesondere beim Training. Es wird in jedem Fall ein harter und steiniger Weg werden.

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