Turniersieger der Herzen in Schaffhausen

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Spieldatum: 
Samstag, 17. Februar 2018
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
Verschiedene Mannschaften
Gastmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Spielbericht: 

Der FC Schaffhausen ist auch und gerade in der Jugendarbeit ein großer Verein und hat dementsprechend die Möglichkeit sich die besten Spieler auszusuchen. Wenn dann ein Turnier mit den ersten drei von fünf D-Jugenden angesetzt ist, kann man sich eigentlich nur erwarten, dass man von mindestens zwei dieser Mannschaften böse viele Tore eingeschenkt bekommt. Immerhin spielt die erste Mannschaft dort noch einmal eine Stufe höher als Bezirksliga. Kann man…

Doch zunächst einmal ging es gegen den SV Schaffhausen, in dem mit Ausnahme von der D2, nur von Schaffhausener Mannschaften besetzten Turnier. Und schon in der ersten Minute machte Christian Nissan klar: Hier sollte was gehen. Das erste Tor war gefallen. Drei Minuten später war es Kevin Sirigu nach Vorlage von Christian, der zum 2:0 erhöhte. Der SV Schaffhausen schaffte es indes nicht gefährlich vor das Tor der D2 und das 3:0 in der 10. Minute war nach vielen vergebenen Chancen nur folgerichtig. Erneut war es das Dreamteam Kevin Sirigu und Christian Nissan, die gezaubert hatten.

Beim zweiten Spiel stand das erste Großkaliber an. Der FC Schaffhausen c ist zwar „nur“ die dritte Mannschaft, aber die hatte bereits die erste Mannschaft mit 2:1 besiegt und gilt ohnehin als Dreamteam aus der Crême de la Crême des Jahrgangs 2007 (!) von Schaffhausen. Diesem Team gehörte bis zum letzten Jahr noch unser David Grawunder an. Und eben David zeigte mit seinem neuen Team nun dem alten Team, was eine Harke ist. Denn erst einmal war es Kevin Sirigu, der wieder nach Vorarbeit von Christian Nissan in der 4. Minute den Führungstreffer erzielen konnte. Die D2 spielte bravourös, diszipliniert und immer unangenehm für den Gegner. Wo auch immer ein Ball hinkam, es wurde immer um ihn gekämpft, das Spiel des Gegners, wo es nur ging, gestört. Ja, FC c glich in der 8. Minute aus. Aber die D2 ließ einfach keinen Zweifel daran, dass sie gewinnen wollte. David hatte auch fast einen Treffer auf dem Fuß, den aber der Schaffhausener Torhüter gerade noch so aus der Ecke kratzte. Jeder in der Mannschaft hätte ihm dieses Tor gegönnt. In der letzten Minute war es diesmal Christian Nissan, der nach Vorarbeit von Kevin den Siegtreffer erzielen konnte. Eine Sensation war perfekt.

Der nächste Prüfstein war dann der FC Schaffhausen a, eine Mannschaft, die in der Tat höher spielt, als bei uns die Bezirksliga. Die war nicht unverwundbar, wie durch deren C-Mannschaft gesehen. Und in der Tat war die D2 über weite Strecken erneut die spielbestimmende und bessere Mannschaft. Alleine: Alle Chancen blieben ungenutzt. Es blieb beim 0:0. Ein Ergebnis, dass sich später noch rächen sollte.

Nun war im dritten Spiel der FC Schaffhausen b dran. Dem Vernehmen nach die schwächste der Schaffhausener Mannschaften. Und das sollte sich auch soweit bestätigen. Erneut war die D2 spielbestimmend. Und Kevin Sirigu nutzt ein weites Packing von Julian Morlang in der 3. Minute aus und erzielte die Führung. Weitere Chancen waren da, blieben aber ungenutzt. Dass auch hier ein Gegentreffer in der 8. Minute fiel, schien ein Versehen zu sein. Alleine: Es blieb am Ende beim 1:1 trotz vieler Chancen auf Seiten der D2. Wiederum ein Ergebnis, dass sich später noch rächen sollte.

Der Sportingclub Schaffhausen war mit Abstand die schlechteste Mannschaft des Turniers, hatte -20 Tore als Tordifferenz am Schluss und war ausrechenbar ein Kandidat für viele Treffer der D2. Alleine… Es dauerte 7 Minuten, bis der erste Treffer, wieder durch Kevin Sirigu fiel, der diesmal von Ismet Gersdorf bedient worden war. Es wurden davor sehr, sehr viele auch hochkarätige Chancen liegen gelassen. Die D2 war aber auch hier immer spielbestimmend. Eine Minute später machte Kevin nach Vorarbeit von Christian Nissan den Sack endgültig zu und das Spiel endete mit 2:0. Ein Sieg, der aber durch weitere Tore hätte gekrönt werden können.

Und dann kam das Herzschlagfinale. Die D2 hatte bis dahin vier Punkte abgegeben, aber kein einziges Mal verloren. Der VFC Neuhausen war vom FC Schaffhausen c mit 0:4 besiegt worden, hatte aber die restlichen vier Spiele gewonnen. Eins war klar: Nur ein Sieg würde zum Turniersieg führen. Die D2 spielte, kämpfte, erspielte sich die besseren Chancen und … traf nicht. Dann kam DAS Ärgernis des Turniers. Der Schiedsrichter gab ein für jeden in der Halle klar ersichtliches Handspiel gegen Neuhausen nicht, ließ das Spiel weiter laufen und Neuhausen erzielte das 1:0 in der direkten Folge. Zwar konnte Christian Nissan eine Ecke in der letzten Minute direkt verwandeln und damit das 1:1 erzielen. Aber es war zu spät: Neuhausen hatte sich den Turniersieg geholt.

Ja, die D2 hatte eigentlich das Ganze in der eigenen Hand. Zwei Siege in den Spielen mit Unentschieden wären von der spielerischen Leistung her absolut folgerichtig gewesen. Dann wäre Neuhausen auch nicht mehr an die dann 16 Punkte heran gekommen. Aber warum musste es ausgerechnet einmal mehr eine nicht nachvollziehbare Entscheidung eines Schiedsrichters sein, die die Entscheidung herbei führte?

Trotz alledem: Die D2 hatte mit einer herausragenden Leistung als einzige Mannschaft des Turniers keine Niederlage eingefahren. Die Mannschaft hatte mit 3 Gegentreffern die wenigsten Gegentreffer erhalten. Der Scout vom FC Schaffhausen wurde insbesondere auf Kevin Sirigu und Christian Nissan aufmerksam. Aber wir wissen schon: Bei den Beiden wird er sich die Zähne ausbeißen.

Von allen Seiten bekam das Team Lob für die Leistung, insbesondere im Hinblick darauf, dass die D2 ja in der untersten Liga spielt. Mehrfach wurde klar gesagt, dass die D2 aufgrund ihrer Leistung und der Art des Spiels der wahre Turniersieger war. Also der Turniersieger der Herzen. Das macht die D2 zwar zum Schalke des FC Tiengen. Aber so ein Lob nimmt man dann gerne mit.

Eigentlich war den Spielern nur für den Fall des Turniersiegs ein Besuch beim McDoof versprochen worden. Aber die Leistung und die Tränen nach dem letzten Spiel erweichten die Herzen und es ging dann doch noch zum Burger-Brater.