Vierte Niederlage der D2 in Folge

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Vierte Niederlage der D2 in Folge
Spieldatum: 
Samstag, 24. Oktober 2015
Mannschaft: 
D2
Heimmannschaft: 
FC Tiengen 08 D2
Gastmannschaft: 
VfB Waldshut D2
Spielbericht: 

Der Liga-Alltag ist für die D2 weiterhin ein schwieriges Pflaster. Und es greift eine alte Fußballerwahrheit: „Hat man Sch... am Schuh, hat man Sch... am Schuh“. Folgerichtig ist es dann auch schwierig selbst gegen den direkten Tabellennachbarn zu bestehen.

Einmal mehr musste eine ganz neue Formation an den Start gehen. Stürmer Christian Nissan fiel zum zweiten Mal in Folge verletzungsbedingt aus und musste durch Mustafa Cevik aus der E1 ersetzt werden. Mit Zubair Ul-Haq konnte ein neuer Spieler sein Debüt feiern. Aber gerade diese Änderungen in der Formation machen es nicht einfacher die richtige Aufstellung zu finden. Und in der Tat verwachste Trainer Bernd Glasstetter genau diese und konnte erst in der Halbzeitpause feststellen, dass der Neuzugang doch eher besser in der Abwehr sich zurechtfinden würde, als im Mittelfeld. Und dass einer der Abwehrspieler eben doch besser im Mittelfeld seine Arbeit verrichten konnte.

Dabei lief es zu Beginn nicht einmal schlecht. Mustafa Cevik und Anton Reiner konnten Druck auf die Waldshuter aufbauen und zwei Chancen sprangen dabei heraus. Doch dann knickte Anton Reiner um und musste bereits in der 6. Minute ausgewechselt werden. Das verunsicherte die Abwehr offenbar, so dass nur eine Minute später der erste Gegentreffer passierte. Waldshut konnte mit zwei weiteren Toren in der 8. und 12. Minute die Führung weiter ausbauen. Und erst dann kam wieder etwas mehr Ruhe rein ins Spiel. Auch wenn die D2 nicht mehr nennenswert vor das gegnerische Tor kam. Aber wenigstens stand nun die Abwehr wieder sicherer. Erst mit zwei weiteren Auswechslungen kam etwas mehr Druck in Richtung Waldshuter Tor auf.

In der Halbzeitpause wurde dann wie erwähnt einiges umgestellt und eine völlig andere Mannschaft ging auf den Platz. Anton Reiner versuchte es nun wieder und hielt dann auch tatsächlich die ganze Halbzeit durch. Die Änderungen zeigten Wirkung. Die D2 konnte viel mehr Druck nach vorne aufbauen, versuchte sich im Pressing und Gegenpressing und kam zu etlichen Torchancen. Alleine die übliche Abschluss-Schwäche und ein hervorragend aufgelegter Torhüter auf Waldshuter Seite verhinderten zunächst weitere Tore. Alleine von den Chancen her wäre eine Unentschieden zumindest verdient gewesen. Auf der Gegenseite bewährte sich auch die Tiengener Abwehr und Waldshut konnte aus den Konterchancen, die sich ab und zu ergaben, nichts machen.

Es dauerte bis zur 51. Minute, dass Waldshut auf 0:4 erhöhen konnte. Ein einziges Mal hatte die Abwehr ungeordnet gestanden und den Konter nicht mehr abwehren können. Torhüter Fabian Wenz blieb bei den Gegentreffern ohnehin keine Chance. Ansonsten war er aber oft genug der Fels in der Brandung der Konter gewesen.

Viel zu spät und mit dem Rücken erzielte dann Mustafa Cevik in der 55. Minute den Anschlusstreffer zum 1:4. Immerhin hatte er dabei eine kleine Wette mit Trainer Bernd Glasstetter beglichen. Denn der hatte ihm für jedes Tor an diesem Spieltag eine Tafel Schokolade versprochen und eine Tafel als „Vorschuss“ gegeben. Die Wettschuld war also beglichen. Tiengen versuchte es in der Folge noch weiter, musste dann aber in der 58. Minute mit dem 1:5 durch Waldshut den endgültigen KO entgegen nehmen.

Positiv ist sicher zu sehen, dass mit der Abwehr aus der zweiten Halbzeit nun vermutlich die Stammformation gefunden sein könnte. Im Mittelfeld scheint sich auch eine Stammformation herauszukristallisieren. Auf der anderen Seite stehen noch viele kleine Probleme. Das haben auch ein paar Vereinsmitglieder erkannt und wollen nun beim Training mithelfen. So kann das Training bis zum nächsten Spiel am 7.11. in kleinere Teile aufgespalten werden. Gerade bei dem großen Kader der D2, der derzeit aus 21 Spielern besteht, eine Notwendigkeit, die dabei helfen wird die Problemzonen anzugehen. Und so können vielleicht aus den kleinen Fortschritten, die die Mannschaft in den vergangenen Wochen gemacht hat, größere Fortschritte entstehen.

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